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Umgang mit aggressivem Verhalten

Frage: 
Mein Sohn hat die Huntington-Krankheit, nimmt das aber selbst nicht war. Er ist aggressiv und zerstört alles. Ich bin verzweifelt. Was kann ich tun?
Datum: 
Donnerstag, 31 Dezember, 2020
Antwort: 

Es gehört leider zu den Symptomen der Huntington-Krankheit, dass der Betroffene das Fortschreiten der Krankheit nicht selbst wahrnimmt – und sich daher nicht helfen lässt. Auch Aggression ist typisch für die Huntington-Krankheit und auf die Zerstörung bestimmter Hirnareale zurückzuführen. Das ist eine schwierige Kombination, insbesondere für die Angehörigen.
 
Wenn er wieder aggressiv wird und Menschen in Ihrem Haushalt (Ihre Familie oder er selbst) in Gefahr sind, schalten Sie in dieser akuten Situation mit unmittelbarer Gefahr die Polizei ein. Sie sollten sich und ihn schützen. Eine Zwangseinweisung mit Hilfe der Polizei ist zwar ein schwerer Schritt, aber wenn es nicht anders geht, ist es besser so.
 
Wichtig ist es dann, die Beamten und die Ärzte darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Krankheit handelt, die er selbst nicht erkennt. Daher wäre es gut, wenn er in eine Psychiatrie kommt, die sich mit der Huntington-Krankheit auskennt. Die DHH-Ansprechpartner in Ihrer Region können Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Psychiatrie helfen. Oder zumindest ein Arzt, der offen dafür ist, dass ein Huntington-Experte ihm/ihr zur Seite steht und bei der Medikamenteneinstellung unterstützt.
 
Rufen Sie gerne wieder bei uns an. Wir sind für Sie da.
 
 
 
 
 

Autor: 
Michaela Winkelmann