FacebookDeutsche Huntington-Hilfe e.V.Notfall-Telefon: +49 1712411288SofortspendeHelfen Sie uns mit Ihrer SpendeMitglied werden

Pflegehilfsmittel

Frage: 
Habe seit Kurzem einen Pflegegrad. Was sind "zum Verbrauch bestimmte Pflegemittel"?
Datum: 
Donnerstag, 25 Juni, 2020
Antwort: 

 
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind z.B. Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen oder Desinfektionsmittel. Diese finden Sie im sog. Hilfsmittelverzeichnis und dem angehängten Pflegehilfsmittelverzeichnis (Produktgruppe 54) der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.
 
Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad haben einen Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegemittel in Höhe von bis zu 40 Euro pro Monat. Was darüber hinaus geht, wird nicht von der Kasse übernommen.
 
Die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel müssen nicht vom Arzt verschrieben werden. Hierfür müssen Sie als Angehöriger für den pflegebedürftigen Angehörigen einen Antrag bei zuständigen Pflegekasse stellen.
 
Achtung: Die Pflegekassen haben häufig Vertragspartner wie z.B. Sanitätshäuser, die die Pflegehilfsmittel zur Verfügung stellen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Pflegeversicherung nach deren Vertragspartnern, denn Produkte, die nicht von diesen kommen, werden nicht von der Pflegeversicherung übernommen.
 
Nicht zu den Pflegehilfsmitteln gehören z.B. Toilettenpapier, die Pflegecreme oder das Duschbad. Das sind sog. „Mittel des täglichen Lebens“, also Produkte die allgemein und von mehreren Personen in einem Haushalt genutzt werden können. Die Kosten hierfür werden nicht von der Pflegeversicherung übernommen.

Autor: 
Jürgen Pertek